Zwischen Ästhetik und Ethik
Barrierefreiheit als Gestaltungsprinzip
Design ist nie neutral. Es gestaltet nicht nur Formen, sondern auch Zugänge. Wer gestalten will, muss sich fragen: Für wen eigentlich?
Barrierefreiheit wird dabei oft als Einschränkung verstanden – dabei eröffnet sie neue ästhetische Perspektiven. Eine inklusive Gestaltung verändert nicht nur die Nutzererfahrung, sondern auch das Selbstverständnis von Design: Sie macht Teilhabe sichtbar und erlebbar.
Am Beispiel der Neugestaltung des Orangerie Theaters in Köln zeigt Felix Boße, wie sich Ethik und Ästhetik nicht ausschließen, sondern gegenseitig befruchten. Ob im Corporate Design, im digitalen Spielplan oder in der räumlichen Signaletik – aus Empathie entsteht Haltung, aus Haltung entsteht Form.
Barrierefreiheit ist kein Zusatz, sondern ein Ausdruck von Gestaltungskompetenz.
Wer
BDG-Kollege Felix Boße ist Designer aus Köln, spezialisiert auf inklusive Gestaltung. Mit seinem Studio „We will love Mondays“ entwickelt er barrierefreie Marken, Websites und Ausstellungen. Sein Wissen gibt er weiter, in der Lehre an der TH Köln und im Rat für Inklusion des Deutschen Designtags.
Video der Veranstaltung
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